Allergische Reaktionen rund um das Auge

Heuschnupfen (Pollinose)

 Der Heuschnupfen verbindet meist eine Entzündung der Bindehäute und der Nasenschleimhaut, das nennt der Fachmann dann Rhinokonjunktivitis. Man unterscheidet zwei Arten von Heuschnupfen – die saisonale Pollinose wird durch Blüten- oder Gräserpollen hervorgerufen, die durch Wind durch die Luft gewirbelt werden und so in unseren Schleimhäuten landen.  Die ganzjährige Pollinose wird durch Hausstaubmilben, Tierhaare, Bettfedern oder Schimmelpilze ausgelöst. Diese Art kann sich im Winter noch durch Heizungsluft verstärken. Symptome für den Heuschnupfen sind Juckreiz am und im Auge, Brennen, Lichtempfindlichkeit, gerötete Bindehaut und vermehrter Tränenfluss, wobei die Tränen wässrig-klar sind. Die Hornhaut ist bei dieser Form nicht involviert. Die Reaktionen variieren von leicht (leichte Augenschwellung, wie Augenringe) über mittel (Bindehaut gerötet) bis hin zu starken Symptomen (anschwellenden Augenlider und Tränensäcke – Bindehautchemosis), wobei sich die Anzeichen innerhalb von wenigen Minuten entwickeln können.

 

Kontaktallergie

 Hier werden Reizstoffe wie Seifenreste, Haarspray oder Creme über die Finger an die Augen appliziert. Es entsteht ein Ekzem, dass sich rund um die Augenpartie erstreckt und Reizungen, Schwellungen und eventuell eine Bindehautentzündung auslösen kann. Im ausgeprägten Fall sind sogar Bläschen- oder Krustenbildung möglich. Vorbeugend können Sie die empfindliche Augenregion mit speziellen, dafür entwickelten Cremes pflegen.

 

Vernalische Bindehautentzündung

 Bei dieser Form einer rezidivierenden Entzündung des äußeren Auges besteht keine direkte Reaktion des Körpers auf Kontakt mit allergenen Stoffen. Auch sind hier nur die Augen betroffen, die Nase ist nicht involviert. Jedoch weisen die Lidinnenseiten Veränderungen auf, die die Hornhaut reizen können, so dass es sogar zu Hornhautvernarbungen kommen kann. Eine genaue Ursache ist noch nicht erforscht, aber mit Cortison gibt es eine gute Behandlungsmöglichkeit.

 

Gigantopapilläre Bindehautentzündung

 Diese Sonderform der Bindehautentzündung tritt bevorzugt bei Linsenträgern oder Patienten mit Augenprothesen auf. Durch die chemische Reaktion zwischen Eiweißablagerungen auf der Linse und Pflege- oder Reinigungsmitteln entsteht ein fremder Stoff, der eine Überreaktion unseres körpereigenen Abwehrsystems hervorruft. Es kommt zu einer Minderung der Sehschärfe, Blendungsempfindlichkeit, chronischem Augenbrennen, Augenjucken und Fremdkörpergefühl. In diesem Fall sollten Sie die Kontaktlinsen sofort entfernen und Ihren Kontaktlinsenspezialisten aufsuchen. Gegebenenfalls benötigen Sie eine andere Art Linse mit passenden Pflegemitteln.

 

Vorbeugemaßnahmen und Pflegetipps

In alles Fällen gilt: Hygiene – erst Recht im Umgang mit Kontaktlinsen – ist extrem wichtig! Sobald Ihre Augen anfangen zu jucken, Rötungen auftreten oder Sie ein Fremdkörpergefühl haben, entfernen Sie Ihre Kontaktlinsen aus dem Auge und greifen lieber zur Brille und lassen Sie die Symptome von einem Augenarzt abklären.

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