Augen und Krankheiten - Tumore

Tumore am Auge

Wenn man an Augenkrankheiten denkt, kommt man nicht automatisch auf Tumore. Dennoch hält das die zum Teil bösartigen Geschwüre nicht davon ab, auch im Auge zu wachsen. Denn prinzipiell können Tumore überall dort vorkommen, wo sich Zellen teilen, auch im Auge.

Es gibt eine beinahe unüberschaubare Anzahl an verschiedenen Tumoren, manche davon gutartig doch viele sind auch bösartige Augentumoren. Hier finden Sie eine Auswahl der wichtigsten Augentumoren, gegliedert nach gut- und bösartig.

Zu den gutartigen Augentumoren wird zum Beispiel das Hämangiom gezählt. Dabei handelt es sich um eine Wucherung von Blutgefässen. Je nach Grösse des Hämangioms ist es störend oder eben nicht. Bisher wird es vor allem mit Prednisolon und Lasertherapie behandelt. Doch vor einigen Jahren entdeckte ein Arzt der Universitätsklinik Thübingen, dass mit dem Betablocker Propranolol erstaunliche Ergebnisse erzielt werden konnten.  Die Hämangiome bildeten sich meist nach sehr kurzer Zeit zurück. Doch bisher ist dies immer noch eine Off-Label Therapie.

Weitere gutartige Augentumore die vor allem am Augenlid auftreten sind zum Beispiel Warzen oder Fetteinlagerungen.

Als häufige Beispiele für bösartige Tumore können das Basaliom, das Karzinom, das Melanom, das Retinoblastom und das Sarkom genannt werden.

Das Basaliom am Auge

Beim Basaliom handelt es sich, wie der Name bereits verrät, um einen Tumor, der sich auf den Schichten der basalen Epidermis entwickelt. Er kommt oft am Augenlid vor und schädigt das Gewebe stark. Doch im Normalfall bildet er keine Metastasen, weshalb er nur als semimalginer Tumor bezeichnet wird.

Das Karzinom kann sich an den Augenlidern und der Bindehaut befinden. Es gilt als sehr bösartiger Tumor der sich auf beinahe allen Gewebeschichten entwickeln kann und Metastasen bildet. Wird ein Karzinom diagnostiziert, so muss es herausgeschnitten werden. Dabei wird zum Teil auch relativ viel des oberen oder unteren Augenlids entfernt. und die entsprechende Stelle muss zusätzlich noch bestrahlt werden.

Der häufigste Tumor Melanom

Das Melanom ist der häufigste maligne Tumor am Auge. Er kann auf dem Augenlid, der Bindehaut oder der Aderhaut vorkommen. Da es sich um eine bösartige Wucherung von Pigmentzellen handelt, sind sie meistens dunkel gefärbt. Meistens entstehen Augenmelanome durch Metastasen die über die Blutbahn dort hin gelangen. Da das Auge eine immunoprivilegierte Stelle ist, kann der Tumor zunächst unbehelligt wachsen und wird vom Immunsystem nicht entdeckt. Als Behandlung kommen wiederum eine operative Entfernung oder eine Strahlen- oder Lasertherapie in Frage.

Das Retinoblastom kommt vor allem bei Kindern vor und entsteht auf der Netzhaut. Meistens wird es durch die dabei auftretende Leukokorie entdeckt. Das heisst, beim Fotografieren spiegelt nicht die Netzhaut das Blitzlicht wieder, sondern der Tumor. Auf Fotografien entstehen dann statt roten weisse Augen. Je nach Stadium der Erkrankung muss der Augapfel operativ entfernt werden, oder es wird eine Strahlentherapie versucht. Wie immer haben alle Methoden ihre Vor- und Nachteile.

Das Sarkom kommt im Bindegewebe vor und metastasiert die Blutgefässe. Ein Spezialfall ist das Karposi Sarkom, dass häufig bei HIV Patienten auftritt.

Für einmal kann man präventiv nicht viel unternehmen. Das Auftreten von Tumoren hängt sicherlich nicht damit zusammen, ob Kontaktlinsen oder eine Brille getragen wurde. Es ist möglich, dass sich UV Strahlen negativ auf einige Tumorarten auswirken, doch es gibt keine eindeutigen Hinweise. Um die Augen zu schützen sind allgemein Brillen mit UV Schutz am Besten, doch eine Garantie damit etwas gegen Tumore zu bewirken gibt es nicht.

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