Auswirkungen von Diabetes mellitus auf das Auge

Auswirkungen von Diabetes mellitus auf das Auge

Menschen, die an Diabetes mellitus erkranken, müssen besonders auf die Gesundheit ihrer Augen Acht geben. Es handelt sich um eine chronische Stoffwechselerkrankung, die – nicht behandelt – verschiedene Folgeerkrankungen auslösen kann.

Das Gefährliche an den Neben- / Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus ist, dass man sie meist erst bemerkt, wenn es für eine Behandlung schon zu spät ist. Es treten Schäden des Herz-Kreislaufsystems, der Gefäße und Durchblutungsstörungen auf, welche langfristig zu einem Schlaganfall, Herzinfarkt, Nierenversagen und Nervenschäden führen können.

Was bedeutet dies für das Auge?

Durch die erhöhte Zuckerkonzentration werden kleinsten Blutgefäße im Auge beschädigt und die Versorgung mit Sauerstoff und anderen Nährsoffen ist nicht mehr optimal gewährleistet. Zwar bilden sich neue Gefäße um den Mangel zu kompensieren, jedoch geht dies meist mit Narbenbildung einher, was bis zu einer Ablösung der Retina führen kann. Zusätzlich besteht immer auch die Gefahr einer Einblutung.

Welche Augenerkrankungen durch Diabetes mellitus gibt es?

Diabetische Retinopathie
Die häufigste Erkrankung des Auges bei Diabetes-Patienten ist die Retinopathie. Hierbei werden die kleinsten Blutgefäße (Kapillargefäße) beschädigt, die die Netzhaut mit Nährstoffen versorgt. Auch die Gefäßwände können sich verändern oder sogar zerstört werden.

Makula-Ödem
Durch schon geschädigte und damit blockierte Kapillargefäße erweitern sich benachbarte Gefäße, um die damit verbundene Unterversorgung der Netzhaut auszugleichen. Da diese weitgestellten Gefäße sehr durchlässig sind, sammelt sich Flüssigkeit im Bereich der Makula, was zu einer Schwellung (Ödem) führt und damit eine Verschlechterung der Sehleistung mit sich bringt.

Linsentrübung / Katarakt / grauer Star
Durch eine Verklumpung der Eiweiße setzen sich einige Areale auf der Netzhaut zu und stören so die Lichtdurchlässigkeit. Es bildet sich ein grau-weißer Schleier auf der Linse, der die Sicht trübt. Der graue Star wird meist ab einem Alter von 50 Jahren diagnostiziert, kann aber auch schon in jüngeren Jahren auftreten.

Worauf muss ich als Diabetiker achten?

Wenn Sie unter Diabetes mellitus leiden, sollten Sie die Erkrankung ernst nehmen! Diabetes bereitet keine Schmerzen oder sonstige unangenehme Symptome und wird daher nicht immer ernst genommen und unterschätzt. Das Fatale sind jedoch die Folgeerkrankungen, die oft sehr lange unerkannt bleiben.

Generell ist die Immunabwehr geschwächter und das Auge so anfälliger für Infektionen. Gerade bei Verwendung von Linsen ist die strikte Einhaltung der Hygienerichtlinien hier besonders zu beachten. Gehen Sie daher regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen zum Augenarzt (NICHT zum Optiker!), damit eventuelle Schädigungen frühzeitig erkannt und behandelt werden können.

Kann ich trotz Diabetes mellitus Kontaktlinsen tragen?

Auch Diabetiker dürfen den Komfort von Kontaktlinsen genießen. Manchmal sind Linsen sogar die bessere Wahl, da durch den Blutzucker auch Schwankungen der Sehleistung auftreten können. So können durch Kontaktlinsen verschiedener Stärke diese Schwankungen schnell kompensiert werden und sind auf jeden Fall eine günstigere Variante als mehrere Brillen zur Hand haben zu müssen. Sprechen Sie mit Ihrem Augenarzt, ob Kontaktlinsen in Ihrem speziellen Fall eine Alternative darstellen.

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