Das Auge als Symbol

Das Auge als Symbol

Täglich leisten unsere Augen Hervorragendes. Sie gestatten uns, die Umwelt wahrzunehmen, Gefahren rechtzeitig zu erkennen und ermöglichen es uns, die Welt visuell zu erkunden. Liegt eine Fehlsichtigkeit vor, kann diese beispielsweise mit Hilfe von Kontaktlinsen korrigiert werden, um die optimale Sehkraft herzustellen. Doch unser Auge hat nicht nur die Aufgabe, uns in unserer Umgebung zurechtzufinden, es hat auch im Glauben und der Mythologie eine große Bedeutung.

Das Auge als Sinnbild für Heilung und Licht

Schon in der Antike war das Auge das Symbol der oberen Götter. Den Ursprung findet das „Allsehende Auge“ in Ägypten. Das sogenannte Horusauge steht für Allwissenheit und Weitsicht. Es handelt sich hierbei um das linke Auge (Mondauge) des Lichtgottes Horus, das laut einem berühmten ägyptischen Mythos in einem Kampf zwischen Horus und seinem Widersacher Seth (Gott der Finsternis) von diesem ausgeschlagen und in sechs Teile zerschmettert wurde.

Nachdem Toth, der Gott der Magie das Auge wiederhergestellt hatte, opferte Horus dieses Mondauge seinem Vater Osiris (Totengott), der es als drittes Auge einsetzte und dadurch ein neues Bewusstsein erlangte und Licht in die Dunkelheit der Unterwelt brachte. Seither gilt die Hieroglyphe des Horusauges – teils abgewandelt - in einigen Ländern als Sinnbild für Licht, Heilung und Ganzheit.

Andere Länder, andere Augen

In Indien zum Beispiel gilt das Bindi (roter Punkt im vermuteten Bereich des energetischen dritten Auges) als Schutz- und Segenszeichen. In der Türkei findet man das das blaue Glasauge als blaue Perle (Nazar Boncugu), das zur Abwehr des bösen Blickes dienen soll, meist an Orten, die geschützt werden sollen, wie zum Beispiel Hauseingängen, an Kleidung von Babys und Kindern, Kinderwagen oder als Schmuckkette.

Ein anderes sehr bekanntes Augensymbol ist das gespiegelte Horusauge, das für den ägyptischen Sonnengott Ra.Im Christentum findet sich das Auge in der Ikonographie seit der Barockzeit in vielen Gotteshäusern wieder. Es wurde in die Kuppel der Kirchen als Symbol für das Tor zum Himmel eingearbeitet und wird als Auge in einem Dreieck (Allwissenheit der Dreifaltigkeit Gottes) dargestellt.

Auch die Freimaurer bedienten sich der Aussagekraft des Auges als Symbol. Seit 1797 stellt es den „Allmächtigen Baumeister aller Welten“ dar. Als Abwandlung taucht es auch als „G“ auf, was Grand Architekt bedeutet.

Es ranken sich viele Mythen um das Auge

Die berühmtesten Vertreter die mit dieser Mythologie in Verbindung gebracht werden, sind zum Beispiel die Medusa, die angeblich Menschen mit ihrem Blick zu Stein verwandeln konnte. Ein weiterer furchteinflößender Geselle aus der griechischen Mythologie war der Zyklop, zu dessen äußeren Erscheinungsbild ein einzelnes Auge in der Mitte des Kopfes gehörte.

Auch durch die Zeiten setzte sich das Auge als Sinnbild für das Gute oder auch das Schlechte fort. Das Auge als Zeichen für Erleuchtung, Licht und Achtsamkeit überwiegt als Sinnbild für das Gute und wird heutzutage gerne als Tattoo-Motiv genommen. Aber andererseits gilt es auch als Zeichen für das Böse, Luzifer den Teufel.

Hexen wurde nachgesagt, sie können jemanden mit ihrem bösen Blick verfluchen, Zauberer die mit ihren Augen Blitze abfeuern. Der Brauch, Toten die Augen zu schließen stammt aus einer Zeit, in der man glaubte, der Tod könne durch die Augen des Verstorbenen den Lebenden schaden. Auch heute noch gibt es das Sprichwort: „Wenn Blicke töten könnten …“

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