Die Augengrippe

Seit Anfang November grassiert sie in Deutschland – die Augengrippe. Mehr als einhundert Betroffene wurden in Bonn gemeldet, das ist ein Fünftel der in den Vorjahren bekannt gewordenen Fälle in ganz Deutschland. Doch wie verbreitet sich diese extrem aggressive Form der Bindehautentzündung und wie können Sie sich vor ihr schützen?

 

Was ist eigentlich eine Augengrippe?

 

Eine Augengrippe ist eine Virusinfektion der Augen, hervorgerufen durch Adenoviren.

Sie ist hochinfektiös und dadurch Meldepflichtig! Durch eine Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch) von 8 Tagen bis zu 2 Wochen ist diese Erkrankung sehr heimtückisch, da der Betroffene selber noch keine Symptome aufweist und so die Erreger unbewusst weitergibt. Die Viren können bis zu 15 Stunden auf der Haut überleben, amerikanische Forscher wiesen sie sogar noch nach 17 Tagen auf Geldscheinen nach.

 

Wie kann ich mich anstecken?

 

Die Adenoviren lauern überall dort, wo es an Hygiene meist mangelt: auf Geldscheinen, Türklinken, Einkaufswagen oder Knöpfen von Fahrstühlen beispielsweise. Es ist wahrscheinlicher, sich durch diese Art der Schmierinfektion anzustecken, als durch Niesen oder Husten.

 

Wie äußern sich die Symptome und wie werden sie behandelt?

 

Die Symptome sind die gleichen wie bei einer Bindehautentzündung: gerötete, verklebte Augen, eine geschwollene, gereizte und schmerzende Bindehaut, Augentränen und –jucken, geschwollene Lider und verschwommenes Sehen.

Zusätzlich können grippeartige Begleiterscheinungen wie Fieber, Unwohlsein, Glieder- und Kopfschmerzen auftreten.  Der Ausbruch der Augengrippe kommt wie aus heiterem Himmel, innerhalb von Stunden kann sie sich entwickeln.

In der Regel dauert sie 2 – 3 Wochen an, eine Trübung des Sehvermögens kann einige Monate anhalten, in seltenen Fällen ist diese sogar dauerhaft. Wegen der hohen Ansteckungsgefahr und den möglichen Schädigungen des Auges sollten Sie sofort einen Augenarzt aufsuchen, wenn Sie Symptome einer Bindehaut bemerken. Eine Krankschreibung ist für die Dauer der Erkrankung unumgänglich!

Medikamente gegen die Augengrippe gibt es nicht, da es eine Virusinfektion ist - sie muss schlichtweg „ausgesessen“ werden. Allein lindernde Maßnahmen wie kühlende Umschläge, künstliche Tränenflüssigkeit und Schmerzmedikamente können etwas helfen, die Symptome erträglicher zu machen.

 

Kontaktlinsenträger aufgepasst

 

Ganz besonders Träger von Kontaktlinsen müssen sich in Acht nehmen. Die Linsen sind ein idealer Nährboden für die Ausbreitung der Viren, die durch das Einsetzen schnell über den Finger ins Auge transportiert werden können. Zusätzlich sind die Schleimhäute von Kontaktlinsenträgern zum Beispiel durch trockene Heizungsluft eher trocken und bieten durch diesen herabgesetzten „Schutzwall“ des Auges eine erhöhte Angriffsfläche.

 

Wie kann ich mich schützen?

 

Laut einer amerikanischen Studie fassen wir uns etwa 16x in der Stunde ins Gesicht – die optimale Rahmenbedingung für eine Infektion. Vorbeugend helfen nur extreme Hygienemaßnahmen. Häufiges Händewaschen und –desinfizieren ist höchstes Gebot! Vermeiden Sie zu viel Körperkontakt an öffentlichen Orten und mit öffentlichen Gegenständen.

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