Die Sprache der Augen – wie wir nonverbal kommunizieren

Kennen Sie das Sprichwort „ Ein Blick sagt mehr als 1000 Worte“? Sie ahnen gar nicht, wie viel Wahrheit in diesem Spruch steckt. Es ist kaum zu glauben, aber unsere zwischenmenschliche Kommunikation besteht nur zu 3% aus der gesprochenen Sprache. Die restlichen 97% setzen sich aus Gestik, Mimik, Tonfall ja sogar aus Kleidung und Schmuck zusammen.

Schon das Auftreten eines Menschen sagt viel über die Person aus. Ist er präsent, forsch, neugierig, selbstbewusst oder eher zusammengekauert, zurückhaltend und schüchtern? Das alles sieht man schon auf den ersten „Blick“.

Warum Augenkontakt so viel bewirken kann

Doch nicht nur durch die Körperhaltung und Gestik vermitteln wir dem Gegenüber unsere Aufmerksamkeit oder gar Desinteresse, hier ist der Augenkontakt von großer Bedeutung. Ein mehrfacher Blickkontakt von durchschnittlich 3,5 Sekunden gilt als angenehm und signalisiert Interesse, wohingegen verlegenes wegschauen oder nervöses Umherwandern mit den Augen als schüchtern oder gelangweilt interpretiert werden können. Auch zu langes Starren wird meist als unangenehm empfunden.

Unsere Augen verraten unsere innersten Gedanken und Gefühle. Man kann aus ihnen Freude, Erstaunen, Zorn, Angst, Ekel, Kummer, List/Tücke, Erschöpfung, Müdigkeit, Verliebtheit und vieles mehr lesen. Worte können lügen, aber nur sehr geübte Lügner oder ausgebildete Schauspieler können den Ausdruck der Augen darauf abstimmen. Ein Lächeln zum Beispiel, das die Augen nicht erreicht wird sofort als falsch und gestellt entlarvt. So sollte man, wenn man Poker spielen möchte, ein gewiefter Schauspieler sein, der seine Blicke unter Kontrolle hat.

Andere Länder, andere Sitten

Die Sprache der Augen ist überdies auch Länder- und Kulturen übergreifend. Allerdings gelten hier in manchen Ländern andere Gepflogenheiten. So ist es in Asien eher unhöflich, direkten Blickkontakt zu halten. Hier hält man den Blick eher auf ein gedachtes Dreieck zwischen den Augen und der Nase gerichtet, das ist höflicher.

Wichtig ist unser Augenspiel auch in der Liebe, nicht umsonst gibt es die tollsten Sprüche oder Redewendungen wie:

  • Die ist aber ein Hingucker
  • Liebe auf den ersten Blick
  • Ich habe mich in dich verguckt
  • Jemandem schöne Augen machen
  • Jemanden mit den Augen verschlingen
  • Liebe macht blind
  • Wenn etwas geschieht „ehe man sich versieht“

Wie Sie sehen, spielen unsere Augen auch in der Kommunikation eine wesentliche Rolle. Und dabei spielt es keine Rolle, ob Sie eine Brille oder Kontaktlinsen tragen. Achten Sie doch beim nächsten Gespräch mal auf Ihr Verhalten. Mögen Sie Ihren Gesprächspartner? Schauen Sie ihm oder ihr für 3,5 Sekunden oder länger in die Augen? Oder sind Sie eher gelangweilt und lassen Ihren Blick umherschweifen?

Auch ein Training vor dem Spiegel bei einem bevorstehenden Bewerbungsgespräch kann hilfreich sein, um den Eindruck, den Sie vermitteln wollen, richtig rüberzubringen. Wie der Kommunikationsforscher Paul Watzlawick treffend feststellte: „Man kann nicht nicht kommunizieren“.

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