Optische Täuschungen

Die visuelle Wahrnehmung

Die visuelle Illusion ist eine Wahrnehmungstäuschung des Gesichtssinns. Durch eine Kombination der Wahrnehmung der Sinnesdaten und der Deutung an Hand von schon Bekanntem entsteht ein aktiver Prozess des Sehens. Wenn das Gesehene nicht mit dem bekannten Wissen übereinstimmt, interpretiert das Gehirn die gelieferten Sinnesdaten falsch und so entsteht die optische Täuschung.

Unser Gehirn ist ein Hochleistungscomputer, er lernt immer neue Dinge dazu, greift aber auf bereits bestehende, vorher erlernte Daten zurück um notfalls effektiv handeln zu können. Ein Beispiel liefert eine herunterfallende Vase – da das Gehirn durch Erfahrungswerte gespeichert hat, das fallende Gegenstände zerbrechen, wenn sie auf dem Boden aufkommen, kann es jetzt beim ersten Anzeichen des Fallens sofort eingreifen und dem Körper signalisieren, die Vase aufzufangen.

Die visuelle Wahrnehmung besteht aus einem Zusammenspiel von Formen, Farben, Bewegung, räumlicher Tiefe und Dimensionalität (zum Beispiel 3-Dimensionales Sehen). So kann es vorkommen, dass unser Gehirn fehlende Gegenstände, Linien oder ähnliches aus den Erfahrungswerten einfach dazu dichtet. Ein Beispiel hierfür ist das Kanizsa-Dreieck. Es besteht aus drei im Eck liegenden Kreisen, bei denen jeweils zur Mitte hin eine Ecke fehlt. So baut sich unser Gehirn aus diesen fehlenden Ecken ein – eigentlich nicht vorhandenes – Dreieck, da uns diese Form geläufiger ist, als die Kreise mit fehlenden Ecken.

Die verschiedenen Illusionen

Durch die Verarbeitung der verschiedenen Wahrnehmungen gibt es auch unterschiedliche Illusionen: die Tiefenillusion, die Farbillusion (gleiche Farben erscheinen je nach Hintergrund heller oder dunkler), geometrische Illusionen (gleiche Gegenstände erscheinen unterschiedlich groß, gerade Linien nehmen wir schief wahr), Bewegungsillusionen und noch einige mehr. Viele Wissenschaftler hat dieses Phänomen schon beschäftigt und viele Illusionen verdanken diesen Forschern ihre Namen, wie das Kanizsa-Dreieck dem Italienischen Psychologen Gaetano Kanizsa, die Heringsche Täuschung (bei der es sich um eine optische Täuschung durch sternförmig verlaufende Strahlen handelt, die von zwei parallel verlaufenden Linien durchkreuzt werden. Diese Linien erscheinen uns gekrümmt, obwohl sie absolut gerade sind) dem deutschen Ewald Hering oder das Hermann-Gitter (ein weißes Gitter auf schwarzem Hintergrund, in dem scheinbar schwarze Flecken an den Schnittstellen der einzelnen Kästchen auftauchen) von Ludimar Hermann.

Im weltweiten Netz finden sich vielerlei Arten solcher anregenden und zugleich irrational anmutenden Beispiele für optische Täuschungen. Und mal ehrlich – wer von uns hat nicht schon nach Dingen gesucht, die uns direkt vor der Nase lagen wie der Schlüsselbund oder die Hefewürfel beim Einkauf? Zauberei…?

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