Schielen / Strabismus / Silberblick

Was versteht man unter Strabismus (Schielen)?

Normalerweise blicken beide Augen in dieselbe Richtung, bei der jedes Auge ein fast deckungsgleiches Bild erfasst, das an das Gehirn weitergeleitet und dort zu einem kompletten, dreidimensionalen Bild verarbeitet wird.

Die Augen dienen somit nur zur Sinneserfassung und Weiterleitung an das Gehirn, welches das eigentlich sehende Organ ist. Beim Strabismus weicht nun ein Auge von dieser Sollblickrichtung ab. Entweder schielt nur ein Auge, oder beide Augen wechseln sich ab. Besteht eine geringe Differenz, kann das Gehirn den Sinneseindruck vom schielenden Auge unterdrücken und somit ein „normales“ Sichtbild erstellen. Ist der Winkel jedoch zu groß und das Gehirn kann diesen nicht ausgleichen, entstehen sogenannte Doppelbilder.

Es gibt verschiedene Arten des Schielens

Das Begleitschielen – auch frühkindliches Innenschielen genannt – tritt bei ca. 2-3% der Deutschen Bevölkerung auf und entwickelt sich meist im ersten halben Lebensjahr. Dabei bleibt der Schielwinkel in etwa gleich groß und das schielende folgt dem fixierenden Auge in alle Richtungen.

Unbehandelt wird das schielende Auge nach und nach vom Gehirn unterdrückt um Doppelbilder zu vermeiden. Dadurch wird es mit der Zeit Sehschwach (Amblyopie) und die Entwicklung vom räumlichen oder dreidimensionalen Sehen wird gehemmt. Entgegen weitläufigen Meinungen wächst sich ein Strabismus mit dem Alter nicht aus! Im Gegenteil! Mit Beginn des Schulalters sinken die Erfolgschancen einer Therapie rapide!

Anzeichen für einen leichten Strabismus bei Kindern können Lichtempfindlichkeit, zukneifen eines Auges, häufige Verstimmung oder Reizbarkeit, Augentränen, chronische Lidentzündungen und eine schiefe Kopfhaltung oder ungeschickte Bewegungen sein. Bei derartigen Auffälligkeiten lassen Sie Ihr Kind vorsichtshalber von einem Augenarzt untersuchen. Je früher ein Strabismus diagnostiziert wird umso besser ist der Behandlungserfolg.

Je nach Zeitpunkt Auftretens eines Strabismus gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Ein kurzzeitiges Abdecken des gesunden Auges zwingt das erkrankte Auge zum Sehen und kann dadurch korrigiert werden. Weitere Therapien bestehen in Sehschulungen bis hin zu einer operativen Korrektur der betroffenen Augenmuskeln.

Das sogenannte Lähmungsschielen kann in jedem Alter auftreten. Hierbei handelt es sich um eine Funktionseinschränkung eines Auges durch einen oder mehrere gelähmte Nerven des Augenmuskels. Dies kann ein Hinweis auf eine ernste Erkrankung sein und wird meist durch einen Neurologen festgestellt und behandelt. In einigen Fällen kann es nach einigen Wochen oder Monaten zu einer vollständigen Rückbildung der Symptome kommen.

Das latente Schielen ist vielen von uns wohl am ehesten geläufig. Es tritt nur unter bestimmten Umständen auf und verschwindet auch ohne jegliche Auswirkungen von alleine. Zwei Situationen, in denen das latente Schielen auftritt, ist zum einen die extreme Müdigkeit und zum anderen nach dem zu tiefen Blick in ein oder mehrere Gläser Alkohol.

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