Was ist eigentlich eine Kontaktlinse?

Die Kontaktlinse, wie wir sie heute kennen, ist ein optisches Hilfsmittel, das aus Kunststoff wie z.B. Silikon oder Fluorkarbon besteht. Entgegen der weitläufigen Meinung liegt die Linse nicht auf dem Auge auf, sondern schwimmt auf einer dünnen Schicht von Tränenflüssigkeit, es besteht also kein direkter Kontakt. Kontaktlinsen werden – wie die Brille – zur Korrektur von Fehlsichtigkeit wie z.B. Weitsichtigkeit (Hyperopie), Kurzsichtigkeit (Myopie) oder Alterssichtigkeit (Presbyopsie) oder zu Korrektur einer unregelmäßigen Hornhautoberfläche verwendet.

Auch in der Kosmetik erfreuen sich Kontaktlinsen größter Beliebtheit. Neben farbigen Linsen zur Unterstreichung der eigenen Augenfarbe oder sogar deren Farbwechsel gibt es vielfältige Motivlinsen im Handel, die zum Beispiel an Karneval oder Halloween für Aufsehen sorgen.

Die verschiedenen Linsenarten

Formstabile Linsen

Formstabile „harte“ Kontaktlinsen bestehen aus Kunststoffen, die meist sauerstoffdurchlässiger sind. Zudem sind sie im Verhältnis zu weichen Linsen wesentlich kleiner und schwimmen deshalb frei bewegliche auf dem Tränenfilm, was ein Fremdkörpergefühl verstärken kann. Gerade bei trockenen Augen und Hornhautverkrümmung ist diese Art von Linsen meist die geeignetere Wahl, da sie die Krümmung der Hornhaut ausgleichen und besser vertragen werden (durch die erhöhte Sauerstoffzufuhr). Wegen der langen Lebensdauer gibt es formstabile Linsen meist als Jahreslinsen.

Weiche Linsen

Weiche Linsen sind aus flexiblem Material gefertigt, das sich dem Auge gut anpasst und so für eine gute Verträglichkeit sorgt, was sie für Einsteiger attraktiv macht. Durch den relativ großen Durchmesser (ca. 13mm-14,5mm) liegen sie dicht auf der Tränenflüssigkeit auf und verrutschen kaum. Weiche Linsen gibt es als Tages-, Wochen-, Monats- oder Jahreslinsen.

Silikonhydrogel-Linsen

Silikonhydrogel-Linsen haben den Vorteil, dass sie mehrere Tage am Stück ohne Unterbrechung getragen werden können. Wichtig ist, dass sie über eine hohe Sauerstoffdurchlässigkeit verfügen, um eine Hornhautschwellung zu vermeiden. Durch die hydrophobe Oberfläche ist oft eine zusätzliche Benetzung der Augen mit künstlicher Tränenflüssigkeit erforderlich. Für empfindliche Menschen ist diese Art von Linsen nicht besonders geeignet, da sie relativ unflexibel sind und somit das Auge eher reizen können.

Ortho-K-Linsen

Ortho-K-Linsen (Orthokeratologische Linsen) bringen über Nacht die Hornhaut in eine optimale Form, um tagsüber ein scharfes Sehen ohne Hilfsmittel zu ermöglichen. Im Laufe des Tages – meist zum Abend hin – bildet sich die Hornhaut wieder in ihre ursprüngliche Form zurück. Diese Art der Sehfehler-Korrektur bedarf einer Anpassung eines Fachspezialisten, der speziell geschult und zertifiziert sein muss und ist nicht für jedermann geeignet. Diesbezüglich sollte man sich von einem Augenarzt beraten lassen.

Kosmetische Linsen

Zu guter Letzt gibt es noch die kosmetischen Linsen, die vordergründig die Verstärkung oder gar komplette Veränderungen der Optik erreichen sollen. Farbige Linsen, die die eigene Augenfarbe unterstreichen oder ändern sollen sind mittlerweile in fast allen Sehstärken erhältlich. Auch Motivlinsen gibt es mit oder ohne Sehstärke, diese finden hauptsächlich an Karneval oder Halloween Verwendung und sind ein absoluter Eyecatcher.

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