Wissenswertes über das Gesichtsfeld

Wissenswertes über das Gesichtsfeld

Als Gesichtsfeld wird der Bereich beschrieben, den das ruhiggestellte Auge erfasst, wenn es auf einen festen Punkt fixiert ist, ohne den Kopf und den Körper zu bewegen. Das einzelne Auge erfasst einen Radius von ca. 150 Grad, beide Augen zusammen 180 Grad, wobei sich die Gesichtsfelder in der Mitte überschneiden. Es ist nicht zu verwechseln mit dem Blickfeld, das den gesamten Bereich abdeckt, der mit maximaler Augenbewegung in alle Richtungen bestimmt wird, auch ohne Kopf oder Körper zu bewegen. Das Blickfeld beträgt ungefähr 240 Grad.

Wofür brauchen wir das Gesichtsfeld?

Es dient zur Orientierung in der eigenen Umgebung, zur Wahrnehmung von Stufen, Bordsteinen und Möbelecken. Bei einer Einschränkung des Feldes übersieht man diese Dinge, wird unsicher im Gang und stolpert eher. Die seitlichen Ränder des Gesichtsfeldes sind eher unscharf. Wenn man frontal mit beiden Augen auf das Objekt schaut, wird es scharf. Wenn man zum Beispiel an einer Ampel auf die Rotphase achtet, sieht man im Augenwinkel einen Fahrradfahrer, doch erst wenn man den Kopf dreht, erkennt man Details wie Haarfarbe oder Bekleidung. Durch schnellere Augenbewegungen entsteht der Eindruck eines größeren, scharfen Gesichtsfeldes, da man weitere Bereiche abdeckt. Konzentriert man sich jedoch auf eine spezielle Sache, verschwimmt das weite Gesichtsfeld zu einem Tunnelblick.

Wodurch kann das Gesichtsfeld beeinträchtigt werden?

Verschiedene Einflüsse können auf das Gesichtsfeld einwirken. Zum einen nimmt der Bereich des Gesichtsfeldes mit zunehmendem Alter ab. Aber auch Müdigkeit, Stress, Aufregung oder ein Migräne-Anfall beeinträchtigen unseren Radius. Erkrankungen der Netzhaut oder des Sehnervs wie der graue Star oder Nachtblindheit verursachen Ausfälle des Gesichtsfeldes. Auch Schädigungen des Gehirns durch einen Tumor oder Schlaganfall können dafür verantwortlich sein. In manchen Fällen übernimmt das gesunde Auge die Aufgabe des erkrankten und kaschiert so den Gesichtsfeldausfall, sodass es ohne technische Untersuchung schwierig ist, diesen zu erkennen.

Untersuchungsmethoden zur Feststellung eines Ausfalls

Mit einem Perimeter wird ein Gesichtsfeld von 180 Grad dargestellt. Der Patient schaut in einen abgedunkelten Halbkreis und fixiert mit nur einem Auge einen festgelegten Punkt in der Mitte des Gerätes, während das andere Auge abgedeckt wird. Nun leuchten vom Rand aus blinkende Lichtpunkte in Richtung des Zentrums auf, die der Patient erkennen sollte. Per Knopfdruck signalisiert er dem Augenarzt, sobald er diesen Punkt wahrnimmt. Diese Methode nennt man kinetische Perimetrie. Im Gegensatz dazu arbeitet die computergesteuerte Perimetrie voll automatisch mit in einem Raster festgelegten, unbewegten Lichtpunkten, die in der Helligkeit gesteigert werden, bis der Patient sie erkennt. Diese Methode funktioniert schneller als die manuelle Variante und bietet die Möglichkeit, das Ergebnis direkt mit altersgerechten Normwerten oder Vorbefunden zu vergleichen. Wenn in bestimmten Bereichen die Reaktion des Patienten ausbleibt, ist dies ein Hinweis auf Ausfälle eines Teils des Gesichtsfeldes, der weitergehend auf die Ursachen untersucht werden muss.

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